Strategiekonzept und Klimatag

Hachenburger regt aktivere Auseinandersetzung über den Klimaschutz an

„Klimaschutz ist nicht nur eine Frage der jüngeren Generation“, stellt CDU-Bürgermeisterkandidat Holger Hachenburger nach drei Wochen Hausbesuchen in allen Stadtteilen fest. „Im Gegenteil, auch viele Senioren fragen, was eine Stadt wir Reichelsheim überhaupt tun kann, um einen wirksamen Beitrag zu einer CO2-neutralen Umgebung zu leisten.“ Dass die Klimaveränderung nicht nur weltweit drastische Folgen nach sich zieht, sei täglich zu beobachten. Aber auch heftigere Unwetter und längere Hitzewellen machen sich vor Ort bemerkbar. Hachenburger: „Man muss sich nur den Baumbestand anschauen, die Schäden unter die Lupe nehmen.“ Deshalb sei es für eine Kommune unerlässlich, sich mit dem Thema Klima- und Umweltschutz intensiver auseinander zu setzen.

Das Thema habe die Kommune in der Vergangenheit bereits bei vielen Investitionen begleitet. Energetische Sanierungen bei städtischen Baumaßnahmen oder die Umstellung auf regenerative Energien wie das Pelletlager für die Sport- und Festhalle und der Einsatz von LED-Leuchten seien Beispiele. Das betreffe auch die Entwicklung des Landschaftspflegeplans, die Anlage von von Pflanzflächen oder Blühstreifen in Kooperation mit der heimischen Landwirtschaft wie die Renaturierung von Gräben, dem Gewässerschutz oder die Inangriffnahme eines Bewaldungskonzepts.

„Was aber fehlt, ist ein strategisches Konzept, um gezielter und intensiver einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.“ Die Stadt werde selbst nur Teile davon umsetzen können, „Vorhaben werden aber nur gemeinsam mit den Bürgern, unseren Vereinen, Verbanden und Unternehmen gelingen.“ Dabei wolle er sich auf drei Beispiele konzentrieren: die nachhaltige Entwicklung von Baugebieten, die Öffentlichkeitsarbeit und eine bessere Vernetzung.

„Ich habe mich immer für eine nachhaltige Stadtentwicklung ohne extensiven Landverbrauch ausgesprochen“, sagt der CDU-Kandidat. Neben der Minderung des Flächenverbrauchs und dem Fokus auf die Entwicklung der Dorfkerne beinhalte dies den Erhalt von Grünflachen genauso wie die Themen Dachbegrünungen, die Förderung von Photovoltaik und Restriktionen von Steingarten bei der Entwicklung neuer Baugebiete. Auch im Gewerbegebiet Weckesheim könne man sich auf die Anwerbung nachhaltig wirtschaftender Unternehmen konzentrieren.

Dabei sehe er auch die Öffentlichkeitsarbeit als eine wichtigen Sensibilisierungsfaktor für Energieeffizienz oder Artenvielfalt an. So regt er einen Ideenwettbewerb für junge Leute an flankiert von Projekte, die sich in einer Zusammenarbeit von Schule, Vereinen und der Jugendpflege konkretisieren könnten.

„Es gebe mehr Förderprogramme als man denkt“, erläutert Hachenburger einem Anwohner in der Wetteraustraße, der derzeit ein Fachwerkhaus saniert. Dieses wissen gilt es zu bündeln, Bürger und Gewerbe mit den richtigen stellen zu vernetzen. „Vielleicht gelingt es uns, dieses Netzwerk über einen Reichelsheimer Klimatag mit entsprechenden Aktionen oder ein Forum zum Klima und Umweltschutz zu verbessern und einen aktiveren Dialog hierzu zu führen.“

„Bin froh, dass sich die LED-Technologie durchgesetzt hat“, freut sich Holger Hachenburger über die bevorstehnede energieeffiziente Neuinstallation der Flutlichtanlage in Dorn-Assenheim

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