„Wie eine Käseglocke über der Stadt“

Hachenburger bekräftigt Prioritätensetzung für Verkehrssicherheitsthemen

„Die Hauptstraße ist eine Katastrophe. Da muss man wirklich Angst um seine Kinder haben“, sagt eine Dorn-Assenheimerin und eine Heuchelheimerin klagt: „Es ist mir ein Rätsel, wie man in einer Seitenstraße so beschleunigen kann.“ Für CDU-Bürgermeisterkandidat Holger Hachenburger sind solche Äußerungen nur die Spitze eines Eisbergs, „Das Thema Verkehrssicherheit hängt wie eine Käseglocke über der Stadt.“ Nahezu jeder Bürger, mit dem er sich unterhalte, fordere eine bessere Überwachung des fließenden Verkehrs, aber auch ein entschiedeneres Vorgehen gegen wilde Parkerei.

Die Botschaft ist eindeutig, sagt Hachenburger, „Zebrastreifen, Blitzer. Alles was die Verkehrssicherheit her gibt“, so lautet der Tenor bei vielen Bürgern, Deshalb habe er bereits zu beginn des Wahlkampfes darauf verzichtet, punktuelle Verbesserungen anzustreben, sondern sich für einen Masterplan Verkehrssicherheit und damit ein Gesamtkonzept ausgesprochen.

In der Stadtverordnetenversammlung sieht er wachsende Unterstützung. So habe die CDU Anträge zur Anschaffung von Tempodisplays und zur besseren Ausstattung des Ordnungsbehördenbezirk gestellt, der für die Radarmessungen zuständig ist. Die SPD habe im August mit der Forderung eines städtischen Konzepts nachgelegt, eine Initiative, die er für richtig halte.

Für Hachenburger ergibt sich daraus ein klarer Ansatz: „Wir werden demnächst sechs Tempodisplays haben, zudem können so genannte Blackboxen eingesetzt werden.“ Diese erfassen sichtbar oder unsichtbar Verkehrsdaten und können über einen längeren Zeitraum eingesetzt werden. Mir den Ergebnissen sollten Verbesserungen angestrebt werden. Dies geschehe entweder über übergeordnete Behörden oder über vermehrte Radarmessungen. „Wichtig ist, das alles auf dem Prüfstand kommt und notfalls auch harte Diskussionen geführt werden.“

.„Wir können als Stadt den Verkehr nicht massiv reduzieren“, stellt Hachenburger fest, „wir können aber dafür sorgen, dass er für die Bürger und Anwohner erträglicher wird.“ Es gibt jede Menge Instrumente, auch Querungshilfen werde er prüfen lassen. Heuchelheim habe mit der Sanierung der ein Durchgangsstraße eine reelle Chance, in Punkto Verkehrssicherheit einen Schritt nach vorn zu machen.

Auch in Wohnbereichen seien Maßnahmen sinnvoll. „Man glaubt gar nicht, dass selbst Anwohner von Sackgassen oder Einfahrten von Spielstraßen täglich frustriert dem Verkehr hinterherschauen“, weiß der CDU-Kandidat. Eine Mutter schrieb zudem zum Thema Rücksicht: „Im letzten Monat wären wir zwei mal platt gewesen, wenn wir bei Grün über die Ampel gegangen wären.“

Verkehrssicherheit für Fußgänger sei aber nicht nur eine Frage des Verkehrs. In Beienheim wurde er erneut auf die Stolperfallen auf den Bürgersteigen hingewiesen. Den besten Tipp bekam er dabei von einer Seniorin in der 80ern: „Warten Sie, bis Glasfaser gelegt wird, dann müssen die das alles bezahlen, die’s Trottoir aufreissen.“

Holger Hachenburger im Gespräch mit dem Stadtverordneten Leon-Clemens Sehrt an einem der Brennpunkte in der Reichelsheimer Durchgangsstraße

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