Von der Kupfer- zur Glasfaserstadt

Hachenburger informiert sich über Möglichkeiten des Glasfaserausbaus

„Der Schlüssel zur Zukunft des ländlichen Raums liegt auch in einer leistungsfähigen, digitalen Infrastruktur“, ist CDU-Bürgermeisterkandidat Holger Hachenburger überzeugt. Und das bedeute für ihn einen flächendeckenden Glasfaserausbau.  Hierzu habe er in den vergangenen Wochen mit verschiedenen Anbietern gesprochen. Sein Fazit: Vorsichtiger Optimismus. Digitale Schulen, Entwicklungsspielraum für Unternehmen, Home-Office für Eltern – eine digitale Infrastruktur biete Perspektiven und damit mehr Lebensqualität. So könne man Unternehmen für die Region begeistern und Abwanderungen junger Menschen verhindern.

Bis auf das Neubaugebiet Weckesheim sei eines Fakt: Die Glasfaser gehe bis in den nächsten Verteilerkasten und von da aus wird das leistungsmindernde Kupferkabel genutzt. „Wir müssen vom Kupferdorf zur zur Glasfaserstadt werden“, denn nur Glasfaser biete eine auf künftige Anforderungen ausgelegte Leistungsfähigkeit. Einer seiner Umfragen zufolge seien viele Bürger mit der derzeitigen Anbindung zufrieden. Doch, so gibt der CDU-Kandidat zu bedenken; „Was heute noch ausreichend ist, ist morgen und auch gerade vor dem Hintergrund der 5G-Entwicklung antiquiert.“

Covid-19 und das damit verbundene Erfordernis von Homeoffice haben das Bewusstsein für den Glasfaserausbau geschärft. „Die Arbeitswelt wird sich durch die Pandemie ändern und da darf der ländliche Raum nicht weiter der Entwicklung hinterherhecheln. “ Was ist, wenn die Kupfertechnologie mit ihren 250 Mbit ausgereizt ist“, fragt Hachenburger, „dann diskutieren wir in drei bis fünf Jahren, was wir bereits heute in Angriff nehmen können, Und da will ich dabei sein.“

Wöllstadt und Ober-Mörlen hätten es im Wetteraukreis vorgemacht, ist Hachenburger zuversichtlich, „auch wenn ich auf den ersten und zweiten Blick nicht ansatzweise erkenne, wie wir auf eine 40-prozentige Anschlussquote kommen.“ Anbieter machen derzeit Analysen zur  Gebietsentwicklung und da habe Reichelsheim durchaus gute Karten. Zwar gehen die derzeitigen Glasfaserströme an der Stadt vorbei, aber das Netz werde durch die Aktivitäten einzelner Nachbarkommunen immer engmaschiger.

Wichtig sei, dass die Kommunen für die diskutierten Modelle keinerlei finanzielle Unterstützung benötigen, lediglich der Wunsch nach Kooperation bei Informationsveranstaltungen sei an ihn herangetragen worden. „Als kleinstes Paket wurden mir 300 Mbit angeboten, da dachte ich, das ist das Ticket für den Eintritt ins digitale Paradies.“ Daher sei auch das sogenannte Super-Vectoring für ihn keine Option.

Nötig seien Open Access-Kanäle, also offene Netze die weiteren Telekommunikationsanbietern zur Verfügung stehen. Reichelsheim sei dabei auch im Hinblick auf die Ortsstrukturen interessant, habe er erfahren. So könne ein Projekt komplett innerhalb von 18 -24 Monaten abgeschlossen sein. Das nutze ihm im aktuellen Wahlkampf allerdings weniger, konstatiert der CDU-Vorsitzende, „das meiste meiner Online-Arbeit mache ich mangels Möglichkeiten vor Ort außer Haus.“

Arbeiten im Cafe statt im Homeoffice: Für Holger Hachenburger ist der Glasfaserausbau eine Frage der Zukunftsfähigkeit Reichelsheims

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s