Bergbau und Big Data

Holger Hachenburger in Weckesheim

„Kein Stadtteil hat und wird sich so rasant entwickeln wie Weckesheim“ prognostiziert CDU-Bürgermeisterkandidat Holger Hachenburger im Gespräch mit Magistratsmitglied Dennis Palmer. Denn mit der Friedhofssanierung, dem Bürgerhausumbau, Kita-Erweiterung, der Umlegung des Bahnhofshaltepunktes, der Ansiedlung der neuen Sozialstation und eines Seniorenzentrums habe Bürgermeister Bertin Bischofsberger unendlich viel Arbeit in die Entwicklung des Stadtteils gesteckt. 

Nun stehe die Weiterentwicklung des Baugebiets am Heiligen Stein an, was die Gemeinde um rund 400 Neubürger und ein Gewerbegebiet bereichern wird. Das sind Herausforderungen und Chancen zugleich, sagt Hachenburger und warnt: „Bei allem neuen darf der seitherige Markenkern nicht zu kurz kommen“, den Weckesheim ist und bleibe ein Dorf mit Bergbauhistorie. Sein Credo mit Blick auf neue digitale Unternehmen: „Bergbau und Big Data, ist meine Devise.“

Damit spielt Hachenburger auf das erste geplante Gewerbegebiet seit über 20 Jahren an. Voraussetzung sei die Zufahrt von der L 3187, die im zweiten Bauabschnitt komme. Eine zügige Umsetzung sei nicht nur für die Entwicklung des Gewerbegebiets wichtig, sondern auch, um die Anwohner in der Dorn-Assenheimer Straße zu entlasten.

Reichelsheim könne neuen Unternehmen vergleichsweise günstige Standortbedingungen bieten. Dabei habe er neben dem produzierenden Gewerbe den Dienstleistungsbereich im Fokus. „Es ist mein Ziel, Ansätze einer Gründerszene, auch einer kreativen Szene nach Reichelsheim zu locken“, wünscht sich der CDU-Kandidat, „das ist eine einmalige Chance für die Entwicklung der Stadt.“ Dazu bedarf es konsolidierter Anstrengungen und engagierten Gesprächen mit Unternehmern, Gründern, Verbänden und Hochschulen sowie einer hervorragenden Infrastruktur im IT Bereich.

Bei allem gehe es auch darum, die Bürger der Nachbarstraßen nicht weiter zu belasten. Die Idee der Stadtverwaltung, einen Parkplatz für 30 PKW zu schaffen, um die Parksituation in der Umgebung durch anreisende Pendler zu entlasten finde er prüfenswert. Um das Thema besser abschätzen zu können, habe er den Anwohnern Gespräche angeboten und eine Anfrage für die kommende Parlamentssitzung vorbereitet.

Wichtig werde es auch sein, ergänzt Palmer, neue und alte Bürger zusammen zubringen. Das könne die Dorfgemeinschaft leisten. Letztendlich werde dies all auch zur Belebung der innerörtlichen Infrastruktur beitragen Hachenburger: Die Weckesheimer wünschen sich schon lange mehr Einkaufsmöglichkeiten.

Vieles entsteht derzeit in Weckesheim: Holger Hachenburger und Dennis Palmer sprechen darüber vor der neuen Sozialstation

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